Pfarrei Schmidmühlen

Kath. Pfarramt

Schmidmühlen

eM@il

 
 

Den Weg durch den Advent gehen / Gruppen und Vereine gestalten adventliche Stunde

 
 

 

 Mit dieser adventlichen Stunde wollen wir sie mit Liedern und Texten einstimmen auf“, betonte Pfarrgemeinderatssprecher Johann Bauer zur Begrüßung der adventlichen Stunde. Gruppen und Vereine der Pfarrei versuchten bei der "adventlichen Stunde" am Sonntagnachmittag im Rahmen des Adventsmarktes anzuregen, eine ruhige Stunde erleben und den Weg durch den Advent gehen.

 Die adventliche Stunde wurde anhand einer Textvorgabe von Pfarrgemeinderatssprecher Johann Bauer gestaltet, zu der die einzelnen Gruppen mit Texten und Liedern beitrugen. Das Thema lautete „Den Weg durch den Advent gehen“. Eröffnet wurde mit einer Adventlichen Weise von der Bläsergruppe „St. Ägidius“. Pfarrgemeinderatssprecher Johann Bauer dankte zur Begrüßung allen mitwirkenden Gruppen und den zahlreichen Besuchern der adventlichen Stunde. „Ich möchte sie einladen etwas darüber nachzudenken, was uns die Texte der heutigen Adventandacht sagen“, betonte Bauer. Es folgte von der Bläsergruppe St. Ägidius „Eine weihnachtliche Weise“. „Adventkranz, Kerzen, Gebäck, Birnenbrot, Lichterketten, Stille, Besinnlichkeit, Gemütlichkeit. Das sind Worte, mit denen wir die Zeit des Advents verbinden“, betonte Bauer. Advent ist in unserer Gesellschaft mit vielen Erwartungen und gemüthaften Erfahren belegt. Erinnerungen an Erfahrungen, die wir in der eigenen Kindheit erlebten, werden lebendig und klingen nach. Auch in wenig oder nicht religiösen Menschen schwingt einiges mit, wenn sie vom Advent sprechen. Advent kommt – wie immer – viel zu früh. Ich habe noch keinen Kopf dafür – geschweige denn Zeit! „Jesus, unser Retter naht“! sang die Gruppe „Cantores“. Den Lichterweg durch den Advent zeigte Alfons Weigert vom Landvolk auf. Schon im November beginnt mit dem Laternenfest am Martinstag der Lichtreigen. Auch Elisabeth, Barbara und Nikolaus sind durch ihre Lebensweise zu besonderen Lichtgestalten in der Welt geworden. Und die Heilige Luzia trägt durch ihre Liebe zu Christus sein Licht in die Welt und ist der Lichtblick in der Dunkelheit. Vielleicht können die Lichter, die wir im Advent anzünden an diese Lichtgestalten anknüpfen und uns helfen, selbst zu Lichtern zu werden. „Das Licht kommt in die Welt“, mit diesem Lied machte „Cantores“ darauf aufmerksam. „Alles reduziert und konzentriert sich“, sagte Katrin Vogl von der Kolpingfamilie. Jedes Jahr, wenn der erste Frost die Natur in einen silbrigen Glanz verwandelt und der erste Schnee alles zudeckt, dann scheint sich die Welt zurückzuziehen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Es scheint, als ob die Dinger karger treten und dadurch aber auch klarer hervortreten. Wie von selbst wendet sich alles Leben nach innen. Und wenn die Tage dunkler und länger werden, desto wärmer und heller wird es in den Herzen der Menschen. Niemals im Jahr ist die Vorfreude und Erwartung auf ein Fest so groß wie im Advent. Die vielen Lichter, die angezündet werden, verzaubern das Dunkel der längsten Nacht. In Mundart sangen die Schmidmühlner Sängerinnen „Eatz kummt die schiane staade Zeit“ und „Ave Glöcklein“. Advent ist die Zeit, in der die Weihnacht, das große Fest in der Erinnerung an die Geburt Jesu, vorbereitet wird. So beginnt der Advent mit einem Paukenschlag: mit dem Blick auf das Kommen Christi am jüngsten Tag (1. Adventsonntag). „Damit ist - wie bei der Ouvertüre einer Oper - das Thema für das Ziel dieses Weges vorgegeben“, so Heidi Luschmann und Frieda Schaller vom Katholischen Frauenbund. Der Kirchenchor erfreute die Besucher mit den Liedern G.F. Händel – Oh du, die Wonne verkündet in Zion“ und „O Heiland reiß die Himmel auf“! Manchmal, wenn es einem Menschen ganz besonders gut gegangen ist, wenn ihm etwas besonders Schönes geschehen ist, wenn er ganz glücklich war, dann sagen wir: heute habe ich eine Sternstunde erlebt. Im Advent warten wir auf Weihnachten, die Sternstunde der Welt. Als Jesus geboren wurde, stand ein großer Stern am Himmel und verkündete den Menschen eine gute Zeit, eine Sternstunde für alle Menschen, berichtete Frau Thea Schaller von der KAB. Pfarrer Werner Sulzer sprach von der Aktion „Advent ist im Dezember“. Anliegen dieser Aktion sei es, nicht voreilig zu sein, sondern jeder Zeit ihr Zeit zu lassen. Es sei eine Gegenbewegung gegen vorzeitige Verkaufsaktionen von Nikoläuse, Lebkuchen und dergleichen im September. „Im Dezember ist Advent und nicht schon Weihnachten“, betonte Pfarrer Sulzer. Nur dort, wo man im Advent auch Stille sucht, kann man dann die weihnachtliche Freude lautstark hinaus singen. Nur dort, wo man sich Zeit zur Besinnung nimmt, kann man besinnliche Weihnachten feiern. Pfarrer Sulzer gab den Besuchern mit auf den weg „Zunächst einmal ist Advent, Zeit zur Stille – Zeit für Besinnung. Zeit für Dunkelheit und Zeit für Zurückhaltung im Genuss“! Der feierliche Abschluss der adventlichen Stunde war das gemeinsame Lied „Macht hoch die Tür“.