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Bei weniger
winterlichen Temperaturen fand an der „Henglkapelle“
in Archenleiten eine besinnliche Andacht statt.
Neben der
Ortschaft Arachenleiten liegt mitten im Wald die „Henglkapelle“.
Für die Unterhaltung dieser Kapelle zeigt sich
Reinhard Wallner verantwortlich. „Bereits zum
zweiten Mal findet diese Andacht statt“, so Reinhard
Wallner. Es soll zukünftig jeweils am Freitag vor
dem dritten Advent diese Andacht zur festen
Einrichtung werden. Im Mai eine Maiandacht und im
Dezember eine Adventandacht. Bei dieser besinnlichen
Andacht mit Pfarrer Werner Sulzer und den
Schmidmühlner Sängerinnen nahmen wieder viele
Besucher teil. Der Weg zur Kapelle war mit Fackeln
hell erleuchtet und das lodern der Flammen konnte
man hören, als die Schmidmühlner Sängerinnen mit dem
Lied „Votraamt und voschloafa, da Wald und aa s´Feld“,
die Andacht eröffneten.
Pfarrer
Werner Sulzer sagte zu den Teilnehmern, „Zur Ruhe
kommen wird immer schwieriger, es ist noch so viel
zu tun – noch zu erledigen. Keine Zeit um
auszuruhen, keine Zeit um still zu werden, keine
Zeit, oh doch jetzt ist Zeit – Zeit für mich, Zeit
für dich. Zeit für das Jetzt und die Kraft spüren,
die Ruhe zu finden, die der Augenblick schenkt sich
selbst zu finden – im Jetzt“. Über „Sis überall so
finster, der Schneiawind der waht, bloß draus´n im
Woald is ganz friedlich und staad“ sangen die
Schmidmühlner Sängerinnen.
Pfarrer
Werner Sulzer machte darauf aufmerksam, Bleib einmal
steh´n und haste nicht und schau das kleine Licht.
Hab einmal zeit für dich allein, zum reinen
unbekümmert sein. Lass deine Sinne einmal ruh´n und
habe Mut zum gar nichts tun. Die Schmidmühlner
Sängerinnen sangen anschließend „Im Woald is so stad,
alle Weg sans vowaht, alle Weg san voschniab, is koa
Steigerl mehr bliam“!
In unserer
Zeit, wo bloß gehört wer schreit, wo mit Phonzahl
man misst, wer der Bessere ist in unserer Welt, wo
das Laute bloß zählt, wo man meinen könnt, bloß, das
Luat wär groß, wär´s öfter nicht schlecht, wär´s
öfter ganz recht, wenn amn dran denkt, wie viel ganz
Großes oft still, so leist geschieht, dass man´s
fast nicht sieht. Halten wir die Stille aus –
Lauschen wir den Geräuschen des Waldes – Versuchen
wir die Stille zu vernehmen“! Kein Ton war mehr von
den Teilnehmern zu hören und alle lauschten den
Geräuschen des Waldes und der Dunkelheit. Pfarrer
Werner Sulzer sagte auch zu den Teilnehmern „Ich
wünsche dir Zeit“. Ich wünsche dir nicht alle
möglichen Gaben. Ich wünsche dir nur, was die
meisten nicht haben. Ich wünsche dir Zeit, dich zu
freun und zu lachen und wenn du sie nutzt, kannst du
was draus machen. Ich wünsche dir Zeit, nach den
Sternen zu greifen und Zeit um zu wachsen, das heißt
um zu reifen. „Ich wünsche dir: Zeit zu haben, um zu
Leben“, betonte Pfarrer Sulzer.
Das
gemeinsame Lied „Tauet Himmel den Gerechten“ und der
Segen bildeten den besinnlichen Abschluss der wieder
sehr gelungenen Andacht an der Hengl-Kapelle. Für
das weitere leibliche Wohl war mit Glühwein, und
heißen Wiener gesorgt.
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