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Die
Pfarrei startete mit seiner ersten Veranstaltung
anlässlich der 1000-Jahrfeier des Marktes
Schmidmühlen mit einem Bayerischen Advent,
Verkündigung – Mariens Advent. Hierzu wurde der
ehemalige Benefiziat Paul Urlberger eingeladen. Es
sang der Königswieser Dreigesang, und es spielte die
Königswieser Stubenmusik.
Die
Einstimmung erfolgte mit einem Rorateamt mit Pfarrer
Paul Urlberger in der Pfarrkirche.
Neben
Volksgesang trug auch der Königswieser Dreigesang
Lieder vor. Im Anschluss daran war die Pfarrgemeinde
zu einem Adventsabend in den Gasthof Lindenhof
eingeladen. Viele Besucher waren der Einladung
gefolgt, wollte man doch die „Verkündigung –
Baierischer Advent“ hören und natürlich auch mit dem
ehemaligen Benefiziat der Pfarrei Schmidmühlen ein
Gespräch führen. Pfarrgemeinderatssprecher Johann
Bauer begrüßte im Namen der Pfarrei die zahlreichen
Besucher. Sein besonderer Gruß und Dank galt Pfarrer
Paul Urlberger, sowie dem Königswieser Dreigesang
und der Königswieser Stubenmusik. „Herr Pfarrer Paul
Urlberger ich darf sie nach 45 Jahren mal wieder in
der Pfarrei Schmidmühlen begrüßen, die sie 1964 als
damaliger Benefiziat verlassen haben. Viele
kirchliche Vereine und Gruppen haben damals mit
ihrem Wirken einen Aufschwung erhalten“, betonte
Bauer. „Die Pfarrei beginnt mit diesem Abend mit den
Feierlichkeiten anlässlich der 1000-Jahr-Feier der
Marktgemeinde Schmidmühlen“!

Der
ehemalige Benefiziat Paul Urlberger machte darauf
aufmerksam, dass er eine „Verkündigung in bayrischer
Mundart“ verfasst habe. „Die Verkündigung will ein
Beitrag zu dem Anliegen sein, dass Advent eben
Advent bleiben soll und nicht Weihnachten in der
Adventszeit vorweggenommen wird. Die Texte handeln
ausschließlich von der Zeit der Erwartung, die Maria
nach der Verkündigung durch den Engel durchstehen
musste“, betonte Paul Urlberger zur Einstimmung. Die
acht begleiteten Mundartgesänge vom Königswieser
Dreigesang und Königswieser Stubenmusik sollen den
Horizont der Adventsgeschichte ausweiten und den
Bezug zur Gegenwart herstellen.
Urlberger
betonte, dass leider in vielen Adventsfeiern,
manchmal auch in kirchlichen, oft lauter
Weihnachtslieder gesungen und weihnachtliche Texte
vorgetragen werden. „Das ist schade, weil auf diese
Weise der Advent immer mehr verkümmert. Wir regen
uns mit Recht darüber auf, wenn in den Schaufenstern
oft schon im Oktober Nikoläuse und im Februar
Osterhasen stehen. So werden unsere christlichen
Feste entkernt“!
Pfarrer Paul
Urlberger brachte in seinen originellen, bayerischen
Mundarttexten und Gesängen erstmals die
Vorgeschichte der Geburt Jesu zu Gehör. Das Stück,
das den Untertitel „Mariens Advent“ trägt, rückte
die biblische Vorgeschichte von Weihnachten in
Mittelpunkt. Es nahm sich der Sorgen an, die Maria
im Zusammenhang mit der Verkündigung des Engels
erwachsen. Das Gerede ihrer Freundinnen, die
Ausgrenzung Josefs in seiner Umgebung, dessen
Probleme und Zweifel an seiner Verlobten, Mariens
Vermählung und ihr Besuch in Ain Karem und
schließlich die Geburt Johannes des Täufers bildeten
das Szenario, das Urlberger in sein Werk
hineinverwebte. „All diese Begebenheiten werden –
gemäß den Evangelien und den Apokryphen – erzählt
und dann hineingestellt in die bayerische
Welt-geschichte: voll von irdischem und himmlischem
Glanz, mit Humor und Würde zugleich“, schreibt
Professor Konrad Baumgartner über die „Verkündigung“
Urlbergers. Nach einem Vorspiel der Königswieser
Stubenmusik sagte Urlberger, „wer Weihnachten wui im
Herzn vasteh, der muaß mit mir z´erst auf Nazareth
geh. Des Dorf is zwar gar nix wunderwui Gross´, a
Nest is´, hod etliche Häuser bloß“.
So erzählte
der ehemalige Landvolkpfarrer Urlberger die
Vorgeschichte von Weihnachten in mundartlichen
Versen gemäß den Evangelien und den Apokryphen und
stellte sie hinein in die bayerische Weltgeschichte,
voll von irdischen und himmlischen Glanz, mit
weihrauchschwangerem Humor und gebotener Würde zu
gleich. Zum Anschluss sagte Paul Urlberger „Wia
geht´s iatz na weida mit Bethlehem drunt? Wann kimmt
für d´Maria de schwaare Stund? Wo hod´s as ´Kinderl
auf d´Wejt nacha bracht? Des sagt eng da Thoma in da
Heilinga Nacht“!

Nach dem
kurzweiligen Vortrag standen Gespräche und Anekdoten
mit dem ehemaligen Benefiziat Urlberger im
Vordergrund. Dabei wurden auch etliche Bilder
untereinander aus dem Wirken von Paul Urlberger in
der Pfarrei Schmidmühlen vorgezeigt. |
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