Pfarrei Schmidmühlen

Kath. Pfarramt

Schmidmühlen

eM@il

 
 

Gottesdienst zu Ehren der Hl. Barbara – Auf das Leben der Heiligen hingewiesen

 
 

  

 Die Pfarrei feierte einen Gottesdienst zu Ehren der Hl. Barbara. Die gesangliche Umrahmung erfolgte durch die Kinderschola.

 Nach dem Eingangslied der Schola „Das Licht einer Kerze“ zeigte Pfarrer Werner Sulzer den Gottesdienstbesuchern einen kahlen Zweig. Zu den Kindern in den vorderen Bankreihen der Pfarrkirche sagte er „stell dir vor, du stammst aus einem afrikanischen Land, in dem das ganze Jahr über die Bäume grün sind und blühen. Dann kommst du das erste Mal in deinem leben nach Deutschland und siehst einen solchen kahlen Zweig. Welche Gedanken kämen dir da? Toter Zweig, kahl, dürr, starr, abgestorben?“ Wir wissen, dass es sich nicht so verhält. Der Geistliche stellte den Kindern die Frage „Was muss ich denn mit diesem Zweig tun, um ihn zum Leben zu erwecken“! Die Kinder beantwortet die Fragen mit „ins Wasser stellen, ins licht stellen, warm halten. Dann beginnt der Zweit mitten im Winter zu treiben und zu blühen – ein richtig kleines Wunder. „Dieser Zweig wird uns heute durch den Gottesdienst begleiten. Manchmal sind wir selbst wie ein kahler Ast. Dann müssen wir um Vergebung bitten“! Dann stellten sich Kinder vor den Altar und trugen Kyrieverse vor. „Manchmal bin ich kalt und abweisend wie ein Baum im Kalten Winter. Ich brauche deine wärmende Nähe. Manchmal bin ich unsicher und ohne jeden Halt wie ein Ast im Sturm. Ich brauche deinen festen Halt. Manchmal bin ich dürr und leblos wie ein kahler Zweig. Ich brauche dein leben spendendes Licht. 

 Pfarrer Werner Sulzer machte darauf aufmerksam, auf den Text der Lesung zu achten. „Die Wüste soll sich freuen und blühen“, so in der Lesung. Die Verheißung blühenden Lebens begegnet uns auch im Leben der Hl. Barbara. Auf einer Leinwand im Altarraum wurde ein Bild der Hl. Barbara eingeblendet. Die anwesenden Kinder wurde vom Geistlichen gefragt, „was sie dabei auf dem Bild entdecken“. Turm, buntes Fenster, Fesseln und ein Zweig. Erneut traten Kinder mit verschiedenen Sachen vor den Altar und sagten was diese Elemente erzählen können: „Ich bin der Turm“. Der Vater von Barbara liebte sie über alles, deshalb ließ er sie immer in einem Turmbringen, wenn er eine Zeitlang auf Geschäftsreise unterwegs war. „Ich bin das dritte Fenster“. Anfangs befanden sich im Turm nur zwei Fenster. Irgendwie fand die Botschaft von Jesus ihren Weg zu Barbara. „Ich bin die Fessel“. Als ihr Vater von seiner Geschäftsreise zurück kam, entdeckte er sofort das neue Fenster, da gestand Barbara ich bin Christin. Darüber war ihr Vater äußerst erbost und ließ sie fesseln und ins Gefängnis werfen. „Ich bin der blühende Zweig“. Auf dem Weg ins Gefängnis verfing sich ein Zweig in ihrem Kleid. In ihrer Gefängniszelle stellt sie den kahlen Zweig ins Wasser. Genau an dem Tag, an dem sie sterben sollte, blühte er auf.

 Pfarrer Werner Sulzer sagte zu den Gottesdienstbesuchern, „ein Zweig braucht Halt, Wasser, Licht und Wärme. Ganz ähnlich ist es auch beim Menschen. Das fand Barbara im Glauben, denn Glaube ist sich gutmachen in Gott. Glaube ist sich durchströmen lassen von Gottes Kraft. Glaube ist sich sonnen in der Aufmerksamkeit Gottes. Glaube ist leben in der wärmenden Gegenwart Gottes“! Erneut traten Kinder vor den Altar und machten darauf aufmerksam, „ein blühender Kirschzweig ist ein Zeichen der Hoffnung, diese Hoffnung erbitten wir für Menschen die sich mit anderen zerstritten haben. Die ein Kind verloren haben, die einen Menschen vermissen, der ihnen viel bedeutet. Die schwer oder gar unheilbar krank sind“.