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Hildegard-Medizin
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Ich habe mich viele Jahre mit der Hildegard-Medizin befasst und viele Vorträge zu diesem Thema gehalten. Nun wurde ich gebeten, auf der Homepage der Pfarrei Schmidmühlen weiter über die
Hildegard-Medizin zu berichten. Diesem Wunsch komme ich gerne nach.
Georg Braun, Pfarrer
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Salbei
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Hildegard schreibt: Er wächst mehr aus Sonnenwärme als Erdfeuchte und nützt gegen kraftlose Säfte, weil er trocken ist. Roh und gekocht ist er dem gut zu essen, welchen schädigende Säfte erschöpfen, da er
diese aufzehrt.
Ist es Ihnen aufgefallen? Roh und gekocht ist er gut zu essen! Denken wir bei den Kräutern, besonders bei Salbei, nicht immer zuerst an Tee, an Salbeitee zum Spülen. Wir sollen ihn essen! Roh oder gekocht, wenn
uns schädigende Säfte erschöpfen.
Was versteht Hildegard unter schädigenden Säften? Wahrscheinlich Stoffwechselerkrankungen wie Rheuma und Gicht. Im Winter essen wir die getrockneten Blätter pulverisiert auf Brot. Da er roh und gekocht gut ist,
darf er auch beim Sonntagsbraten mitgekocht werden.
Salbei gegen Rheuma und Gicht:
Hildegard schreibt: Wenn der Kranke gichtig ist, also fast lahmt, koche Salbei in Wasser und trink`s. Es mindert Säfte und Schleim in ihm. Denn seine durch Wasser gemaßte (abgestimmte) Wärme behebt Lähme im
Menschen.
Da verordnet Hildegard sogar Tee. Das kommt nicht oft vor! Nicht überbrühen, nicht kalt ansetzen und ängstlich fragen, darfs auch ein wenig sieden? Nein: Kochen- richtig gekocht soll das Kraut werden. Dann
haben wir ein Heilmittel gegen Gicht, Blasenreizung und unfreiwilligen Urinabgang.
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In mindestens zehn Medikamenten Hildegards findet sich Galgant als ein herzwirksamer Bestandteil.Hildegard schreibt:"Wer im Herzen Schmerzen empfindet, esse sogleich eine hinreichende Menge Galgant und es
wird besser.
Schindel, Schwäche, Schmerz-wenn diese drei irgendwie mit dem Herzen zusammenhängen, dann ist Galgant das rechte Mittel. Nicht alle Herzschmerzen sprechen auf Galgant an und vor allem:Galgant ist kein
Heilmittel, sondern ein Hilfsmittel gegen anfallsartige Zustände, die mit dem Herzen zusammenhängen wie z. B. Herz- Schwäche, Herz- Schwindel, Herz- Schmerz.
Galgant gegen Koliken: Man hat sich den Magen verdorben.Es kann eine Gallenkolik entstehen.Wenn man gleich Galgant isst,wird die Gallenkolik gar nicht erst entstehen.Man nimmt eine oder höchstens drei
Galgant- Tabletten(Wurzelpulver in Tablettenform gepresst)
Galgant gegen Rückenschmerzen: Hildegard schreibt:"Wem Rücken oder Weichen durch Unsäfte schmerzen, walle Galgant in Wein und trinke ihn oft warm und der Schmerz weicht."
Mit diesem Galgantwein lassen sich Rücken- und Lendenschmerzen gut beheben. Er nützt auch bei Verspannungen wie etwa beim Hexenschuss, wenn man mehrmals ein Achterl Galgantwein gut warm trinkt.
Dieser Wein ist scharf und feurig. Aber er kann nicht schaden. Hildegard schreibt darüber:"Galgant ist durchaus warm. In ihm ist keine Kälte, sondern Kraft."
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Wem tat sein Kreuz (Rücken) noch nicht weh? Viele Menschen haben fast immer Kreuzschmerzen und die verordneten Tabletten oder Spritzen helfen meistens auch nur vorübergehend.Hildegard
empfiehlt Weizenumschläge. Sie schreibt: "Wer Rückenschmerzen hat, lege in Wasser gekochte Weizenkörner warm über die schmerzende Stelle und des Weizens Wärme wird die Macht dieses
Sichtums brechen."
Wie wird es gemacht?
2 kg Weizenkörner in Wasser stark kochen, auf ein Tuch ca. 2-3 cm dick auftragen und sich mit dem Rücken drauflegen. Der warme Weizen soll alle schmerzhaften Stellen überdecken. 1-2
Stunden einwirken lassen und diese Umschläge so lange -immer wieder frisch gemacht- fortsetzen, bis das Leiden weg ist. In schweren Fällen zusätzlich Galgantwein trinken.
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Hildegard schreibt: "Wer im Herz oder in der Milz oder in der Seite Schmerzen hat, der koche Petersilie in Wein und füge etwas Essig und genug Honig bei, dann seihe er es durch ein
Tuch, und so trinke er oft, und es heilt ihn."
Man kocht also einen kleinen Bund Petersilie (7-10
Stengel mit Blätter) in 1L. gutem Wein (2-3 Minuten), zieht den Topf vom Feuer, gibt 2 Eßlöffel Weinessig und ca. 200 g Honig dazu, rührt den Honig gut auf und dann lässt man das ganze nochmals kurz aufkochen. Abseihen und heiß in gesäuberte Flaschen füllen.
Spürt jemand das Herz, oder fühlt man sich schlapp
und abgespannt,dann sollte dieser Petersilienwein zum Einsatz kommen. Ein paar Stamperl mehrmals am Tag, einige Tage einnehmen und die Beschwerden lassen nach!
Auch bei Schlaflosigkeit, die sehr oft durch eine Herzunruhe hervorgerufen wird (Streß, Sorgen) hat sich dieser Herzwein bewährt. Man trinkt vor dem Schlafengehen 2-3 Likörglas voll und
das Schäfchenzählen hört sich auf.
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Beginnen Sie das Frühjahr mit einer Entschlackungskur für Ihren Organismus! Der Maitrank ist ein natürliches
Kräutertonikum mit der Kraft junger Wermutblätter. Dieses Elixier entgiftet und stärkt den Körper, gibt Kraft und Energie.
Die vitalisierende Wirkung der Inhaltsstoffe bringt wieder richtig Schwung in den Organismus. Sämtliche Stoffwechselfunktionen werden angeregt und Schlackenstoffe aus dem Körper
ausgeschieden. Die inneren Organe werden dadurch entlastet und können wieder leichter ihre Funktion
ausüben. Das stärkt ihre Gesundheit, schützt vor Übersäuerung und Schadstoffablagerungen im Körper
Die hl. Hildegard schreibt über diese Frühjahrskur:
- Sie stärkt die Nieren(Entgiftungsorgan)
- klärt die Augen
- stärkt Herz und Lunge
- reinigt die Eingeweide
- wärmt den Magen
- bereitet eine gute Verdauung.
Nützen auch Sie die Kraft der Natur und entlasten Sie Ihren Körper mit dieser hervorragenden Kur nach Hildegard von Bingen!
Es gibt für die Frühjahrskur verschiedene Angebote. Nähere Informationen erhalten Sie von Herrn Pfarrer Braun.
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Hildegard schreibt: Der Dinkel ist das beste Getreide, wärmend, fettend und hochwertig und leichter verträglich als alle anderen Getreide.Hildegard nennt Dinkel das beste Getreide ,,weil
man mit der Umstellung auf die Dinkel-Ernährung viele Krankheiten günstig beeinflussen kann. Er enthält alles,was wir für unsere Ernährung, für unsere Gesundheit brauchen. Dr. Hertzka hat bei einem
Vortrag in St. Georgen einmal gesagt: Im Falle einer Krebskrankheit würde ich mich mit einem Sack voll Dinkelkörner auf eine Hütte in den Alpen zurückziehen und zusehen, wer stärker ist, der Krebs
oder der Dinkel. Und ich weiß, wie das ausgeht!
Hildegard schreibt: "Wenn einer so krank ist, dass
er vor Krankheit nicht essen kann, dann nimm die ganzen Körner des Dinkels und koche sie in Wasser, unter Beigabe von Fett oder Eidotter, so dass man ihn wegen des besseren Geschmackes lieber essen kann, und gib das dem Kranken zu essen, und es heilt ihn innerlich wie eine gute Salbe."
Die Dinkelkur bildet auch die Grundlage für die Behandlung aller Magen- und Darmkrankheiten sowie aller Stoffwechselkrankheiten (Gicht,Rheuma;Zuckerkrankheit)
Über die Dinkelgrießsuppe schreibt Herr Posch in seinem Buch; "Was ist Hildegard-Medizin?" Diese Suppe ist die beste Nierenspülung. Bei allen Nieren-, Harn- und
Unterleibsleiden können Sie mit einer täglichen Tasse Dinkelgrießsuppe den Wert des Dinkels am eigenen Leib erfahren.
In einem Vortrag über den Dinkel sagte Dr. Hertzka: "Vor kurzem kam ein Patient zu mir, der an Leukämie erkrankt war. Er war damit einverstanden, sich ganz auf Dinkel
einzustellen,ja zu verlassen. Er hatte den Mut mitzutun, sich sozusagen auf Gedeih und Verderb Hildegard anzuvertrauen. Er vertraute sich niemandem Schlechten an. Und siehe da: Dieser Mann ist heute von
Leukämie geheilt,"
Man hat einmal den Hühnern ein Gemisch aus Dinkelkörnern und Weizen zum Fressen vorgeworfen. Die Hühner haben zuerst jedes Dinkelkorn aufgepickt - erst dann kam der Weizen an die Reihe!
Also- täglich eine Dinkelmahlzeit!
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