Pfarrei Schmidmühlen

Kath. Pfarramt

Schmidmühlen

eM@il

 

  Das Neue Jahr mit Gott beginnen / Jahresabschluss

 

Die Pfarrei gedachte beim Jahresabschlussgottesdienst an Silvester all jener, die im Jahr 2009 aus der Pfarrei verstorben waren. Der Gottesdienst wurde vom Kirchenchor mit Orchester umrahmt.

 Pfarrer Georg Braun sagte zur Begrüßung der zahlreichen Gottesdienstbesucher, „es ist sicher nicht nur ein frommer Brauch und eine Gewohnheit, dass wir uns am Ende dieses Jahres noch einmal zum Gottesdienst versammeln. Wir alle spüren wohl das echte und ehrliche Bedürfnis, in Gemeinschaft vor Gott über das vergangene Jahr nachzudenken und ihm auch das Neue Jahr anzuempfehlen mit allem, was es für uns und unsere Gemeinde bringen mag“.

 In seiner Predigt betonte Braun, dass wir an diesem Abend auf ein Jahr zurückblicken, das für einen jeden einzelnen von und unterschiedliche Erinnerungen wachruft“. Für einige unserer Jugendlichen war es in diesem Jahr der lang ersehnte Abschluss der Schule bzw. einer langen Ausbildung. „Am Ende dieses Jahres wollen wir gemeinsam mit Euch, liebe Jugendliche, Gott dem Herrn danken für alles, was er euch im Laufe der Schul- und Ausbildungsjahre geschenkt hat. Mit euch zusammen wollen wir auch jenen danken, die euch während dieser Jahre begleitet haben, euren lieben Eltern, euren Lehrern, Meistern und allen Menschen, die euch zur Seite standen, die euch ernst genommen haben und die euch die Möglichkeit gaben, eure Fähigkeiten auch einzubringen“. Mehrere aus unserer Gemeinde haben mit vielen anderen Menschen in unserem Land das Schicksal der Arbeitslosigkeit zu teilen. Dieses Schicksal trifft nicht nur ältere Menschen, nicht nur Familienväter, sondern auch viele Jugendliche. Gerade die Arbeitslosigkeit trifft einen Menschen, der für seine Angehörigen und für sich sorgen und Verantwortung übernehmen möchte ganz tief. „Hier wollen wir Gott dem Herrn, an diesem Abend ganz besonders bitten, dass er mithelfen möge, hier Abhilfe zu schaffen“. Vor allem aber wollen wir ihm um die Kraft bitten, die gerade die arbeitslosen brauchen, um mit ihrem Schicksal fertig zu werden. Auch sind manche aus unserer Gemeinde von schwerer Krankheit nicht verschont geblieben. Hier wollen wir ganz besonders für bittend für sie bei Gott eintreten, dass er ihnen Gesundheit und neuen Lebensmut schenken möge. Vielleicht erinnern wir uns an diesem Abend, dass wir manchen Kranken oder Behinderten, manchen einsamen oder alten Menschen zu sehr vernachlässigt haben. Gerade in ihnen will uns Christus begegnen und das ehrliche Maß unserer Liebe prüfen. Wir wollen aber auch an diesem Abend jene nicht vergessen und ihnen herzlich danken, die sich im Laufe des Jahres besonders um jene Menschen liebevoll gekümmert haben, die wir in der Hetze des Alltags so oft vergessen haben. Und schließlich wollen wir heute Abend alle besonders in unsere Gebetgemeinschaft einschließen, die sich aus Enttäuschung oder Verbitterung im vergangenen Jahr von Gott abgewandt haben und ihm nicht mehr in ihren Lebensalltag einbeziehen. Wir wollen und dürfen nicht über sie richten, aber wir müssen in christlicher Verantwortung ganz besonders für sie beten, dass sie wieder zu Gott zurückfinden.

 Wenn wir heute Rückblick halten auf 2009, so wollen und dürfen wir jene nicht vergessen, die von Gott aus diesem leben abberufen wurden. Manche von diesen Verstorbenen sind ohne Empfang der Sakramente der Beichte, der Kommunion und der Krankensalbung aus diesem leben geschieden, sie werden unser Gebet besonders nötig haben. „Wir bitten den Herrn um die Kraft für all jene, die in diesem Jahr einen lieben Menschen, der ihnen nahe und kostbar war, im Tod verloren haben und die wegen dieser Trennung mit schwerem Herzen ins Neue Jahr gehen“! Niemand von uns weiß, was das Neue Jahr bringen wird und das ist gewiss gut so. Aber eins sollen wir auch an diesem Abend bedenken: Auch im Neuen Jahr will der Herr alle unsere Wege mitgehen. Wenn wir uns für das neue Jahr etwas vornehmen wollen, dann könnte ein Vorsatz darin bestehen, einen Mitmenschen aufmerksam zu begegnen. Aufmerksame Menschen spüren, wenn ein anderer in Not geraten ist oder wenn einer einsam und allein ist. Aufmerksame Menschen erkennen schnell, wo ihr helfender Dienst angebracht und wertvoll ist. Was immer wir uns für das kommende Jahr vornehmen wollen, eines scheint mir unerlässlich „wir wollen es mit Gott beginnen und unter seinen besonderen Segen stellen! Gott allein kann uns den Glauben an ihn und das Gute in jedem Menschen vermitteln, er allein kann uns die Hoffnung geben, die wir in manchen schweren Stunden einfach brauchen. Er allein kann die Liebe schenken, aus der wir alle leben und ohne die alles stirbt. Wir sind also sicherlich gut beraten, wenn wir dieses Neue Jahr mit Gott beginnen. Was auch immer im Neuen Jahr auf uns zukommen mag, wir wollen Ja sagen zu Gott und seiner Wegbegleitung, wir wollen Ja sagen zu unserem Mitmenschen und wir wollen Ja sagen zu uns selbst“!

 Pfarrer Braun gedachte ganz besonders der 19 Verstorbenen aus der Pfarrei. Die Namen wurden einzeln vorgelesen. Den feierlichen Abschluss bildete das gemeinsame „Te deum“.