Pfarrei Schmidmühlen

Kath. Pfarramt

Schmidmühlen

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 Schöpfung – Ich staune über Gottes Welt / Kinderbibeltage

 
 

 

 Pfarrer Werner Sulzer hatte zu drei Kinderbibeltagen mit dem Thema „Schöpfung – ich staune über Gottes Welt“ eingeladen.

 Der erste Tag war geprägt von der Schöpfungserzählung. Dabei sollten die Kinder über die kleinen und großen Wunder der Erde stauen. „Sie sollen die Schöpfungsgeschichte als Antwort auf die Frage Wer hat das so schön gemacht? Erfassen. Die Schöpfungsgeschichte will nicht erzählen, WIE die Welt entstanden ist (naturwissenschaftliche Fragestellung) sonder WER sie gemacht hat / WARUM es etwas gibt (theologische Fragestellung). Während die Naturwissenschaften detailliert die Erde untersuchen, betrachtet die Theologie das Ganze und lädt ein, über deren Schönheit und Ordnung zu staunen. Die Schöpfungsgeschichte wurde anhand von Dia vorgetragen. Am Anfang, ganz am Anfang war nur Gott da, sonst gar nichts. Die Erde war noch nicht da. Gott lies es hell werden über der Erde und es sollte auch Wasser geben. Himmelskörper sollen am Himmel leuchten und das Land lasse junges Grün wachsen, alle Arten von Pflanzen. Auch sollten lebendige Wesen sich entwickeln. Alle Arten von Tiere sollten mit der Zeit entstehen. Die Kinder sollten das Erzählte noch einmal nacherzählen, um es sich merken zu können. Dabei wurden zum Nacherzählen als Symbole Ball, Tücher, Plastiktiere, Plastikpflanzen verwendet. Ebenfalls wurden sie zum Stauen herangeführt. Sie setzten sich ruhig hin, legten eine Hand mit der Handfläche nach oben auf den Oberschenkel und warteten gespannt, was darauf gelegt wurde. Es galt den Gegenstand möglichst genau vorzustellen in Form, Farbe und Schattierung, um auch die anderen Teilnehmer überraschen zu können. Anschließend wurde ein Gebet gesprochen und Bastelarbeiten standen an. Unter anderem wurde aus Kentmasse ein Tier gestaltet.

 Das Thema des zweiten Tages war „Schöpfung – Ich als Geschöpf Gottes“. Die Kinder sollten sich als von Gott gewollte Geschöpfe erfahren. „Die Bibel kennt zwei unterschiedliche Schöpfungserzählungen, die neben einander stehen. Allein diese Tatsache zeigt, dass sie nicht wörtlich zu verstehen sind. Dem Menschen kommt eine Sonderrolle zu. Er ist Gottes Ebenbild, was gleichermaßen von der Frau wie vom Mann ausgesagt wird. Die Kinder sollten das Erzählte noch einmal nacherzählen, um es sich merken zu können. Dabei wurde jeweils ein Ball zugeworfen, wer den Ball hatte durfte sprechen. Die Kinder sollten den Text aus sich beziehen, der Text erzählte nichts Vergangenes, sondern unser Leben. Als nächstes stand Meditatives Erleben mit Musik auf dem Programm. Sie mussten sich entspannt hinlegen, einen kurzen Moment zur Decke schauen und die Augen schließen. „Der langsame Rhythmus übertrug sich auf die Kinder und sie spürten, wie sie selbst leise wurden und Ruhe einkehrte. Nach dem gemeinsamen Gebet standen wieder Bastelarbeiten an. Auch wurde am zweiten Tag ein Schattenspiel durchgeführt. Dabei wurde die „Erschaffung des Menschen“ dargestellt.

 Am dritten Tag war das Thema „Bedrohte Schöpfung“. Die so genannte Ur-Geschichte will nicht Vergangenes erzählen, sondern die Gegenwart deuten. Wir erfahren nicht, was einmal war, sondern wie der Mensch ganz grundlegend ist. Der dritte Tag wurde als Theater gespielt. Dabei erzählte der Lehrer vom Turmbau zu Babel in der ersten Szene. Spieler waren dabei Lukas Wetzel, Torsten Flieder, Paula Weigert, Sebastian Wittl, Michael Fochtner, Christine Fischer, Anja Kreitmeier und Lena Färber. Bei der zweiten Szene kommen zwei Schüler zu anderen, die einfach Müll wegwerfen und laut Musik hören. Zu einer Baustelle kommen die Schüler bei der dritten Szene. Dabei wird ein Fluss begradigt. Ein Bauleiter beschreibt ein Bauprojekt in der vierten Szene. Es wird eine Hotelanlage mit 1000 Betten gebaut. Dabei konnten die Teilnehmer feststellen, dass die Menschen unsere ganze Natur zerstören. Das mit dem Turmbau zu Babel und das Menschen sich nicht mehr verstehen, ist doch kein Märchen. Das passiert ja heute fast genau so, dass Menschen ohne Grenzen bauen und dadurch alles zerstören.