Pfarrei Schmidmühlen

Kath. Pfarramt

Schmidmühlen

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Sich wandeln lassen / Erstkommunion

 20 Kinder empfangen Hl. Kommunion

 
 

 

 7 Mädchen und 13 Buben aus der Pfarrei empfingen am Sonntag erstmals die Kommunion. Würdig wurde dieser Festtag mit Pfarrer Werner Sulzer und der gesamten Pfarrgemeinde begangen. Die Kinder selbst gestalteten den Festgottesdienst mit, gesanglich umrahmte die Kinderschola. Zum Thema „Sich wandeln lassen“ war im Altarraum ein großes Plakat mit den Bildern der Erstkommunionkinder aufgestellt. In den Morgenstunden versammelten sich die Kommunionkinder im Allzweckraum; die Unruhe und die Nervosität war ihnen noch anzumerken. Mit großen Augen fieberten sie ihrem Festtag entgegen. In der Sakristei herrschte einiges an Hektik, waren dort doch 20 Erstkommunionkinder und eine stattliche Anzahl von Ministranten unterwegs.

Mit Pfarrer Sulzer wurde noch Details der Feier angesprochen und die Kinder erhielten das Geschenk der Pfarrei ein Kupferkreuz mit der Aufschrift „ich bin bei Euch“! Die Kinder hatten auch ihre selbst gebastelte Kommunionkerze mitgebracht. Darauf stand der jeweilige Vorname und 01. Mai 2011, der Tag der Erstkommunion. Es konnte ein großer Einzug in das Gotteshaus erfolgen. So zogen die Kinder, Ministranten und Pfarrer Werner Sulzer in die Pfarrkirche ein, dabei sang das Volk gemeinsam „Wir haben einen Grund zum Feiern“. Die Kinder bildeten einen Kreis vor dem Altarraum und Pfarrer Werner Sulzer sprach zu den Kindern „Wir haben einen Grund zum Feiern, eigentlich haben wir mehrere Gründe zum Feiern. Zum einen den Tag der Erstkommunion, den Tag an dem viele Verwandte gekommen sind und vor allem das der Auferstandene unter uns ist, ist der Grund für unser Fest“. Die Kinder seien an einem Ziel angekommen, die Vorbereitung zur Erstkommunion sei vorbei. Im Anschluss daran trugen sechs Kinder die Kyrierufe mit Texten vor.

Pfarrer Werner Sulzer fragte die Kinder nach dem Glauben. „Damals haben eure Väter die Taufkerze entzündet, nun dürft ihre eure Kommunionkerze selbst mit dem Licht der Osterkerze entzünden.

 Zur Predigt stellte sich Pfarrer Werner Sulzer vor die Kinder und stellte auch Fragen an sie. „Im Evangelium haben wir davon gehört, dass Jesus Wasser in Wein verwandelt. Verwandeln, das klingt ein wenig nach Zauberei; nach Magie. Doch damit hat das Ganze herzlich wenig zu tun. Ständig verwandeln sich Dinge. In einer Gruppenstunde habt ihr das anhand eines Memories erlebt. Könnt ihr euch noch an Verwandlungen erinnern? Wandel ist ein Kennzeichen von Leben.“ Auch ich kann verwandeln. Da brauche nur zum Sascha sagen: Du Depp. Und sofort wird aus einem liebenswerten, kleinen Kerl ein Zornbobbel. Aber ich kann ihn auch zurückverwandeln: San´wir uns wieder gut. Und Streit verwandelt sich in Versöhnung. Oder ich sag zu den Mädel: Hii, ihr schaut heute super aus. Und ich habe ein Lächeln auf eure Lippen gezaubert. Mit dem, was ich sage und tue, verändere ich die Dinge und Menschen um mich herum. „Wenn das schon für mich, für uns gilt, in welch viel höherem Maße gilt das dann für Jesus. Denn die Kraft, in der am meisten Verwandlungskraft steckt, ist die Liebe. Und davon besaß Jesus ungemein viel“, betonte der Pfarrer. Bei der Hochzeit zu Kana verwandelt er Wasser in Wein. Dabei geht es Jesus nicht in erster Linie um Dinge, sondern um Menschen. Er verwandelt Dinge, um Menschen zu verwandeln. Durch den Wein verwandelt er eine Festgesellschaft, die bald enttäuscht auseinander gegangen wäre, in eine fröhlich feiern de Gemeinschaft, die scherzt und lacht und es sich gut gehen lässt. Jesus schenkte ihnen Lebensfreude, die pure Lust am Leben. Was schon zu seinen Lebzeiten geschah, verdichtet sich am letzten Abend seines Lebens. Beim letzten Abendmahl nimmt Jesus Brot und Wein und was sagt er dazu? Er verwandelt sie in Zeichen seiner Hingabe, seiner Liebe, seiner Freundschaft. Dass das kein leeres Versprechen war, bewies er am nächsten Tag. Er hält Wort und stirbt am Kreuz. Und auch hier geht ihm nicht um Dinge, sondern um die Jünger, die Menschen, um uns.  Er verwandelt die Gaben von Brot und Wein in seinen Leib, damit diejenigen, die davon essen, sich in Christen verwandeln. Wir alle miteinander sollen uns in Christus verwandeln. Wer uns sieht, muss ein wenig von Christus erahnen, wie er gelebt hat und für andere da war, wie er Menschen verzeiht und Gemeinschaft stiftet, wie er das Leben bejahen und sich des Lebens freuen. Das ist das eigentliche Wunder, das geschehen will. 600 l Wasser in Wein zu verwandeln ist ein Pappenstiel im Vergleich dazu 600 Menschen in Christen zu verwandeln. Und dennoch bei jeder Eucharistiefeier will es ein klein wenig beginnen. Der große Theologe Augustinus hat es so gesagt: „Werdet, was ihr empfangt: Leib Christi“. „Ihr habt euch zu Beginn dieser Feier zum Glauben bekannt. Mit diesem Glauben steht ihr nicht allein, Ihr seid eingebunden in eine weltweite Glaubensgemeinschaft. Das soll auch deutlich werden, wenn wir jetzt alle miteinander das Taufbundlied singen“!

 Zu den Fürbitten trugen die Kinder Texte vor und entzündeten jeweils eine Kerze, die in eine Schale vor dem Altar abgestellt wurden.

 

Von den Kindern wurde auch zur Gabenbereitung der Altar geschmückt. So trugen sie Blumen, Kerzen, das Kreuz, eine Krug mit Wasser, Brot, Wein und uns selbst zum Altar. Gemeinsam wurde auch das „Vater unser“ gesungen, dabei stellte sich Pfarrer Werner Sulzer mit den Kindern um den Altar. Bei der Kommunionausteilung traten die Kinder in den Altarraum und bildeten einen Kreis. Pfarrer Sulzer spendete dann den Kindern die Erstkommunion. Am Schluss des Gottesdienstes dankte Pfarrer Werner Sulzer allen, die gesanglich und musikalisch diese Erstkommunionfeier mitgestaltet hatten. Am Nachmittag fand eine Andacht statt. 

 Die heilige Kommunion empfingen: Michael Beer, Pascal Edenharter, Daniel Ehrnsberger, Lucas Ehrnsberger, Kevin Erler, Lukas Härtl, Christoph Hofrichter, Michael Holler, Fabian Müller, Sascha Plate, Stephan Raschke, Sebastian Reheis, Louis Weigert, Melissa Baier, Andrea Baumann, Ines Baumann, Laura Baumann, Belinda Huber, Paula Rubenbauer und Alisa Weinzierl.