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Alljährlich
in der Karwoche ziehen die Ministranten und
Ministrantinnen der Pfarrei Schmidmühlen von Haus zu
Haus und bitten um eine kleine Spende.
Dieses Jahr
hatten die Minis schönes Wetter mit Sonne, „dass ist
eigentlich kein Osterbettelwetter, denn Regen war
bisher immer mit dabei“, so die Aussagen der bereits
größeren Mädchen und Jungen. Jeder Mini musste sich
zu Hause einen Stock anfertigen, der mit bunten
Bändern verziert wurde. Wobei die Länge der Stöcke,
Krepppapier für Fähnchen usw. vorgegeben wurde. Wie
jedes Jahr wurden an die Teilnehmer Zettel verteilt,
wo Hinweise zum Osterbetteln aufgeschrieben waren.
Zu Fuß
machten sie sich in zwei Gruppen auf den Weg. Am
Montag ging eine Gruppe ging nach Hammerberg,
Blaugrund, Winbuch und Galching, die andere Gruppe
nahm sich Ober- und Unteradlhof, Eglsee, Höchensee
und Pilsheim vor. Die Teilnehmer mussten auch einen
Vers lernen, der bei jedem Haus vorgetragen wurde:
„Das Osterfest, das schönste Fest, das Gott im Jahre
werden lässt“.
Nach
sechs bis sieben Stunden waren die meisten doch ganz
schön kaputt, denn es waren für alle ungefähr zehn
Kilometer Strecke zu bewältigen. Jeder Mini hatte
seinen Rucksack mit einer Brotzeit dabei, denn es
mussten ja auch die nötigen Ruhepausen mit einer
Stärkung eingelegt werden. Am Dienstag war der Markt
an der Reihe, hier teilte man sich in mehrere
Gruppen auf. Traditionell ist im Markt der Beginn
beim Pfarrer. Erstmals begann das Osterbetteln im
Markt bei Pfarrer Werner Sulzer. Hier nahmen alle
Ministranten Aufstellung und tragen ihren Vers vor.
Die
gesammelten Spenden werden am Ende an alle
„Lausbuben und –mädchen des Herrn“ aufgeteilt. Die
Minis verrichten ihren Dienst am Altar das ganze
Jahr über unentgeltlich und zuverlässig und freuen
sich beim „Osterbetteln“ über die Spenden der
Bevölkerung.
Der
traditionelle Osterbettel-Spruch lautet:
Das
Osterfest, das schönste Fest, das Gott im Jahre
werden lässt, ist wieder da mit frohem Sinn, drum
treten wir zu Ihnen hin und sprechen: O Jesu mein,
was leid´st Du Pein! Wir sind gegangen mit Spießen
und Stangen, um Dich zu fangen.
O Jesu mein,
was leid´st Du Pein! Drum schenkts den Ministranten
ein paar Eierlein!
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